Mögliche Anzeichen einer Legasthenie im Schulalter 

  • Das Schriftbild ist krakelig und unregelmäßig, es wird über den Rand geschrieben, Buchstaben beginnen zu fliegen
  • Es wird langsam, ungenau und stockend gelesen, Wortendungen werden verschluckt
  • Anfangsbuchstaben werden verdoppelt oder weggelassen, große und kleine Buchstaben im Wort gemischt oder zusätzlich eingesetzt
  • "i-Punkte" und Umlautpunkte (ä,ö,ü) werden nicht gemacht
  • Verwechslung von harten und weichen Konsonanten, lange und kurze Vokale werden nicht erkannt
  • Ähnliche Buchstaben (d/b, m/n, u/n) werden verwechselt oder Namen können nicht gemerkt werden
  • Innerhalb einer Aufgabe wird das gleiche Wort auf unterschiedlichste Weisen geschrieben (Biene, Bine, Binee, Piene)
  • Angespannte Haltung beim Lesen und Schreiben und es gibt gute und schlechte Tage, was die Leistung betrifft
  • Schnell abgelenkt und braucht viel Zeit bei den Aufgaben


Mögliche Anzeichen einer Dyskalkulie im Schulalter

  • Die Zahlen sind krakelig und unregelmäßig, es wird über den Rand geschrieben, Zahlen werden zusammengedrängt
  • Mengen werden nicht richtig erfasst und ähnliche Ziffern werden vertauscht("6" und "9")
  • Zahlen werden verkehrt ausgesprochen (57 statt 75) und Rückwärtszählen bereitet große Schwierigkeiten
  • Die Orientierung im Zahlenraum fällt schwer
  • Die Zahlzerlegung wird nicht verstanden, mit den Fingern zählen und unlogische Ergebnisse akzeptieren
  • Analoge Uhrzeit bereitet große Schwierigkeiten und Reihenfolgen (Wochentage/Monate) werden nicht gespeichert
  • Angespannte Haltung beim Lesen und Schreiben und es gibt gute und schlechte Tage, was die Leistung betrifft
  • Schnell abgelenkt und braucht viel Zeit bei den Aufgaben


Stärken

  • Hohes Maß an Kreativität oder technischem Verständnis und umfassende Sichtweisen

Entwickelt sich oft zu ehrgeizigen und zielstrebenden Persönlichkeiten mit hoher Empathie

  Legasthenie - Training


Legasthenie-Training beschäftigt sich mit folgenden                       Sinneswahrnehmungen :    


Optisches Gedächtnis: Die Fähigkeit, Gesehenes zu merken, abzuspeichern und wiederzugeben (wie ein Wort geschrieben wird).

Optische Differenzierung: Das ist die Fähigkeit, Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden ( Unterschied “h” und “k” sehen).

Optische Serialität: Die Fähigkeit, Gesehenes der Reihe nach zu ordnen (Abfolge von Buchstaben oder Reihenfolge der Zahlen)

Akustisches Gedächtnis: Die Fähigkeit, sich Gehörtes zu merken, abzuspeichern und wiederzugeben (sich merken, was der Lehrer gesagt hat, sich eine gehörte Geschichte merken).

Akustische Differenzierung: Die Fähigkeit, aus dem Gehörten Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden (Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen, Unterschied “g” und “k”).

Akustische Serialität: Die Fähigkeit, Gehörtes der Reihe nach zu ordnen (z.B. beim Wort “rund”, zuerst “n” und dann “d” hören).

Körperschema: Die Fähigkeit, den eigenen Körper einzuschätzen (rechts und links unterscheiden).

Raumorientierung: Die Fähigkeit, sich in Raum und Zeit sowie mit Größen und Mengen zurecht zu finden (Unterschied zwischen “vor” und “hinter”, zwischen “oben” und “unten”).

 

  Sinneswahrnehmung bei Erwachsenen


 

Nach einem Schlaganfall oder einer ähnlichen neurologischen Erkrankung sind häufig verschiedene Bereiche der Wahrnehmung und Verarbeitung betroffen. Dazu gehören Konzentration, Merkfähigkeit, sprachliche Umsetzung, Raumorientierung sowie die Koordination von Kopf, Augen und Händen. Diese Einschränkungen können den Alltag deutlich erschweren – beim Sprechen, Schreiben, Lesen oder bei alltäglichen Handlungen. 

In meiner Förderung steht die gezielte Schulung der Sinneswahrnehmung im Mittelpunkt. Durch individuell angepasste Übungen werden Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit Schritt für Schritt gestärkt. Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten zu aktivieren, neue Strategien zu entwickeln und die Selbstständigkeit im Alltag wieder zu fördern. 
Auch bei Erwachsenen ohne neurologische Vorerkrankung können Schwierigkeiten im Wahrnehmungsbereich auftreten – etwa in Folge von Stress, Überforderung oder altersbedingten Veränderungen. Eine frühzeitige, gezielte Förderung hilft, Konzentration, Merkfähigkeit und sensorische Integration zu verbessern und so möglichen Problemen im Alltag vorzubeugen. 

Schwerpunkte meiner Arbeit: 

Förderung der Sinneswahrnehmung und Aufmerksamkeit

Training von Konzentration und Merkfähigkeit

Unterstützung bei Sprach- und Ausdrucksproblemen

Verbesserung der Kopf-Hand-Koordination und Feinmotorik

 Individuelle Übungen zur Stärkung der Alltagskompetenzen 

Unterstützendes Angebot im Alltag bei anfallenden Aufgaben